Geschichte

Wo der Herzog wohnte

Reisen Sie in der Zeit zurück und betreten Sie im Prinzenhaus zu Plön ein bedeutendes Stück norddeutscher Rokokogeschichte.

Der Kernbau des heutigen Prinzenhauses wurde um 1750 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Gottfried Rosenberg als privates Gartenschlösschen für den Plöner Herzog Friedrich Carl errichtet. An seiner künstlerischen Ausstattung waren der Stuckateur Bartholomeo Bossi, der Tischler Christopher Biss und der Maler Francesco Martini wesentlich beteiligt. Anders als der streng durch das Hofzeremoniell geregelte Alltag im Residenzschloss, boten die Aufenthalte im Lusthaus (französisch „maison de plaisance“) dem Herzogspaar und seinen Gästen einen betont zwanglosen Rahmen.

Nach dem Ende der Plöner Herzogszeit zog 1782 die Familie des königlich-dänischen Forstbeamten Andreas Gottlieb von Rosen in das Haus ein und machte es fast 100 Jahre lang zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt.

Um 1900 diente das eigens um zwei neobarocke Seitenflügel erweiterte Rokokoschlösschen den sechs Söhnen Kaiser Wilhelms II. als Prinzenschule. Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts gehörte das Prinzenhaus zu wechselnden Erziehungseinrichtungen, zuletzt war es das Mädchenheim des Staatlichen Internats Schloss Plön. Seit 2000 ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Eigentümerin von Prinzenhaus und Schlossgarten.